Heiko Muscheid

 

Heiko Muscheid, Jahrgang 1969.

Fotograf auf autodidaktischem Weg - von Beginn an der S/W Fotografie verfallen. Anfangs analog - später digital. Seine Arbeiten zeigt er in unregelmäßigen Abständen in Ausstellungen und Buchpublikationen.

Fotografie ist ein mächtiges Medium - man kann mit ihr einfach etwas abbilden, einen Moment festhalten (für die Ewigkeit?), man kann manipulieren und auch provozieren. 

Man kann mit ihr sehen und andere sehend machen - für das Unsichtbare um uns, für die Welt kalter Rationalität, die wir uns gestaltet haben, für die Konsequenzen daraus, für die wir oft blind sind.

Man kann ihr unterstellen, bloß die reale Welt aufzuzeichnen - aber Fotografie als Sehform öffnet das Innere des Fotografen und lässt es verschmelzen mit der Welt, die er mit seiner Kamera einfängt und abbildet. 

Die Interpretation der Werke bleibt dem Betrachter überlassen, der Blick wird lediglich in die Richtung geführt.

Hauptinstrumente eines Fotografen sind seine Augen und die Bilder, die in seinem Kopf entstehen und heranwachsen, aller technischen Perfektion zum Trotz. Denn was ist im wirklichen Leben schon perfekt? In diesem Sinne wohnt dem Medium eine künstleriche Funktion inne - die Kamera dient lediglich als Werkzeug. 

H.M.

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